"Wie mit neuen Augen" ist der Titel eines wunderbaren Liedes von Robert Haas. Was mir an diesem Lied so viel bedeutet, könnt ihr hier nachlesen.

Sonntag, 26. Juni 2011

Mein Pferd das hat vier Beiner...

...An jeder Ecken einer
Drei Bein er hätt,
Umfallen tät
(Fredl Fesl)

Ja, ich geh künftig unters Reitervolk. Ein edles Schlachtross werde ich reiten. Wie's heißt? Schattenfell? Grane? Nein, Seppi. Seppi? Wie, ihr kennt keinen Seppi? Kannte ich auch nicht. Aber das hat sich schnell geändert. Wir haben neulich einen Ausflug gemacht: zu Seppi. Der soll nämlich ab September ein neuer Kumpel von mir werden. 
Skeptischer Blick bei der Ankunft: wo bin ich hier?

Mal sehen wer hier wohnt.

Auf jeden fall sind wir hier richtig, wenn wir zu Seppi wollen.

Also, wer ist nun Seppi?
Seppi ist ein Pferd. Oder ein Pony? So genau weiß ich das nicht, denn von uns ist eigentlich keiner ein großer Perde-/Ponyfan gewesen. Bisher!

Aber von Seppi könnten wir alle große Freunde werden: er ist recht klein, und braun und sehr süß. Ganz geduldig hat er sich von mir streicheln und kitzeln und sogar in die Nase fassen lassen. Ich fasse sonst keine Tiere an. Nie! Ich mag das Gefühl von Fell nicht. Es scheint mich irgendwie zu über- oder unterreizen. Aber bei Seppi hatte ich vom ersten Augenblick an keine Berührungsängste! Ich habe in gebürstet und alle Körperteile gezeigt, und dann wo ich meine Nase, Augen, Beine usw. habe.
Wenn es terminlich klappt, darf ich ab September alle 14 Tage zu Seppi fahren. Wenn wir uns dann richtig gut kennen, darf ich auch auf Seppi reiten. Das wird sicher toll! Das ganze heißt dann "Pferdegestütze Therapie". Ich glaube aber, dass ich es "Tierischen Spaß" nenne. Nicht überall, wo Therapie drauf steht, muss nämlich Stress drinstecken. Das merke ich ja an meiner "Frühförderung". Die nenne ich ja auch "Juchu! P. kommt zu Besuch".

Seppi hat auch noch ein paar Freunde auf dem Hof. Wie die heißen, habe ich vergessen. Aber Papa hat einen mächtigen Schreck bekommen, als ich Seppis Kumpel auch gleich mal in die Nase gefasst habe. Der ist nämlich ein wirklich unglaublich riesiges schwarzes Pferd. So richtig groß! Aber ich war ja ganz euphorisch und ermutigt. Und der Riese war auch ganz sanft. Er ist nämlich ein richtig altes Therapiepferd in Rente (hat Herzprobleme, der Arme).

Der taktile Mut durch Seppi hat mich auch dazu gebracht die Katze zu streicheln. Ich laufe zu Hause zwar jeden Tag mehrmals zum Nachbarn, um die Katze anzuschauen, aber anfassen ging bisher noch nie! Das ist doch ein echter Erfolg für die erste Stunde! Und das, wo wir uns eigentlich gar nicht viel erwartet haben;-))

Warum es kein Bild von Seppi gibt? Weil Mama ihn auch sooo süß gefunden hat und unbedingt auch kraulen und streicheln musste. Da hat sie das Foto machen glatt vergessen. Sag ich doch: Wenn man nicht alles selber macht...tststs...

2 Kommentare:

Wir Herdentiere ;-) hat gesagt…

Du bist so mutig!!!!
Ich war letzte Woche auch beim Reiten, oder sollte man besser sagen beim Schreien? Ich wollte die liebe Diana anfassen, erst als Alexander statt mir geritten ist wurde es besser. Heute versuchen wirs nochmal...
Bussi
Franzi

Bubbels hat gesagt…

Mutiger Leander..wir sind hier schon ganz gespannt auf die ersten Pferdebilder mit Leander auf Seppi...

PS
Sonjte hat auch schon Pferdeluft geschnuppert!!!

GLG Anja